Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie Warnstreik bei SiemensGamesa in Cuxhaven

Die Beschäftigten im Werk von SiemensGamesa schließen sich den bundesweiten Warnstreikaktionen der IG Metall an, die in der Nacht zum 1. November angelaufen sind.

Tarifrunde M+E_02

2. November 2026 2. November 2026


Als Reaktion auf den von den Arbeitgebern geforderten Reallohnverzicht für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall Weser-Elbe zu Warnstreiks auf. 

Am Morgen des 2. November sind alle 300 Beschäftigten der Nachtschicht bei SiemensGamesa dem Aufruf gefolgt und haben ab 04:00 Uhr bis zum Schichtende die Arbeit niedergelegt. Damit ist die erste Schicht, die seit dem Ende der Friedenspflicht am 1. November die Arbeit aufgenommen hat, in den Streik getreten. 

Während der Kundgebung vor dem Werkstor in Cuxhaven sprach die 1. Bevollmächtigte der IG Metall Weser-Elbe, Doreen Arnold, zu den Streikenden: 
„Die Beschäftigten sorgen jeden Tag mit ihrer Arbeit für den Erfolg ihrer Unternehmen. Statt einer Anerkennung sollen alle nun Reallohnverluste hinnehmen. Das ist weder gerecht noch wirtschaftlich sinnvoll. Mit ihrem Warnstreik machen die IG Metaller deutlich: Die Kolleginnen und Kollegen erwarten ein faires Angebot, das ihre Leistung anerkennt, sowie Kaufkraft und Zukunft sichert.“ 

Die Beschäftigten im Werk von SiemensGamesa schließen sich den bundesweiten Warnstreikaktionen der IG Metall an, die in der Nacht zum 1. November angelaufen sind. Die IG Metall rechnet im weiteren Verlauf mit einer hohen Beteiligung. 
„Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber die wirtschaftliche Belastung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen wollen. Mit dem Warnstreik setzen wir ein klares Signal: Wir erwarten schleunigst Bewegung von den Arbeitgebern am Verhandlungstisch“, so Arnold weiter.