Norbert Heimberg im Alter von 78 Jahren verstorben Die IG Metall Weser-Elbe trauert um ihren ehemaligen Gewerkschaftssekretär

In dankbarer Erinnerung und stiller Trauer nimmt die IG Metall Weser-Elbe Abschied von ihrem ehemaligen Gewerkschaftssekretär Norbert Heimberg.

Trauer

2. September 2026 2. September 2026


Die IG Metall Weser-Elbe trauert um ihren ehemaligen Gewerkschaftssekretär


Norbert Heimberg


Norbert Heimberg

Norbert war von 1981 bis 2004 politischer Sekretär der IG Metall Geschäftsstelle Weser-Elbe. In dieser Zeit ist er mit großer Leidenschaft und vorbildlichem Engagement für die Gewerkschaftsbewegung in Bremerhaven und der Region eingetreten, insbesondere in den Bereichen Jugend und Handwerk.

Sein unermüdlicher Einsatz und sein tiefes Verständnis für die Belange der Beschäftigten machten ihn zu einer Schlüsselfigur in zahlreichen gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen, die maßgeblich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Lebensqualität unzähliger Menschen in der Region beitrugen.

Mit seiner leidenschaftlichen aber auch kämpferischen Art schaffte er es über die Jahre hinweg, viele Arbeitnehmer und insbesondere Jugendliche, für die Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen und zu begeistern. Er zeichnete sich nicht nur durch seinen unermüdlichen Einsatz, sondern auch durch seine Fähigkeit aus, Menschen zu vereinen und für gemeinsame Ziele zu begeistern.

Nobert war 24 Stunden am Tag und an 7 Tagen in der Woche Gewerkschafter und für Viele ein zuverlässiger und hilfsbereiter Freund. Seine Arbeit hat nicht nur in der Region deutliche Spuren hinterlassen. 
Während einer Kampagne zur Betriebsratswahl im Handwerk 1984 konnte Norbert viele neue Kolleginnen und Kollegen gewinnen und viele neue Betriebsratsgremien installieren und so die Handwerksarbeit in der IG Metall ausbauen und auf Jahrzehnte festigen. Als er dann 1992 mit den Metallern im Kraftfahrzeughandwerk Bremerhaven in einer harten Tarifauseinandersetzung den bundesweit ersten Einstieg in die 35-Stunden-Woche für das Kfz-Handwerk erkämpfte, blickten alle Geschäftsstellen bis zum Vorstand der IG Metall nach Bremerhaven.

Das Leben von Norbert war auch außerhalb der Gewerkschaftsarbeit geprägt von sozialem Engagement. 
Soziale Gerechtigkeit, Frieden und nie wieder Faschismus waren seine politischen Ziele. Er war Mitbegründer des Bremerhavener Bündnisses „Menschen gegen soziale Kälte“, dass mit den „Donnerstagsdemos“ 1998 wöchentlich in Bremerhaven gegen die Kohl-Regierung demonstrierte. Er war Mitorganisator der Menschenkette im Jahr 2000, die am 9. November, dem Gedenktag der Reichsprogromnacht, unter dem Motto „Für Demokratie und Toleranz“ über 30.000 Menschen auf die Straße brachte und sich über 15 Kilometer von Langen durch ganz Bremerhaven bis in die Gemeinde Loxstedt zog.

Norbert war ein unermüdlicher und für viele auch ein unbequemer Kämpfer, der immer wieder den Finger in die offenen Wunden der Gesellschaft gelegt hat. Mit seiner deutlichen Kritik an der Israel-Politik gegen die Palästinenser eckte er immer wieder an und auch als Rentner machte er sich nicht nur Freunde, wenn er sich auf seinen vielen Reisen durch Amerika aktiv gegen Präsident Trump und seine Politik stellte.

Wir verlieren mit Norbert Heimberg nicht nur einen ehemaligen Kollegen, sondern auch einen wertvollen Freund. Sein Andenken wird in den Herzen all derer, die das Privileg hatten, ihn zu kennen und von ihm zu lernen, fortbestehen. Norbert wird in dem weiterleben, was er geschaffen und geleistet hat. 
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind in diesen Stunden bei seiner Frau Marlies und seiner Familie. 

Wir werden Norbert immer in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

IG Metall Weser-Elbe 

Doreen Arnold                              Michael Bode
1. Bevollmächtigte                      2. Bevollmächtigter