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Die Nordsee-Zeitung berichtet am 07. Februar, dass die Firma „Schuettler & Seifert Seefischgroß und -einzelhandel GmbH“ im Fischereihafen Insolvenz angemeldet hat. Der Bremer Anwalt Berend Böhme ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt worden. Er und die Geschäftsführung setzen auf eine Fortführung des Geschäftsbetriebs. Die Mitarbeiter erhalten nun Insolvenzgeld.
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Am 07. Februar ruft die Gewerkschaft ver.di in Bremerhaven Beschäftigte im öffentlichen Dienst zum Warnstreik auf. Dies betrifft Mitarbeiter des Magistrats, des Zoos, der Bädergesellschaft und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes sowie Bremenports und der Marineschule. Die ca. 350 Streikenden treffen sich um 9.30 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz in der Innenstadt.
Die ver.di fordert für die rund 2,5 Mio. Beschäftigten von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen 200 Euro mehr im Monat erhalten. Eine erste Verhandlungsrunde im Januar war ergebnislos vertagt worden.
Noch vor der dritten Verhandlungsrunde kommt es zu einem weiteren, ganztätigen Warnstreik am Donnerstag, dem 16.02.2023, an dem sich über 500 Beschäftigte beteiligen.
Die ver.di führt ihre Protestaktionen von morgens 9.30 Uhr bis mittags an acht verschiedenen Sammelpunkten durch, u.a. am Klinikum Reinkenheide und vor der Sparkasse am Hauptbahnhof. Die Kundgebungsorte werden durch ein Fahrradcorso aus Abgeordneten der verschiedenen Betriebe angefahren.
Der Streik der Tarifbeschäftigten, Auszubildenden, Praktikanten und Studierenden des Magistrats wirkt sich auch auf die Betreuungsangebote in den städtischen Horts und Kitas aus. Der Hort in der Fritz-Husmann-Schule, die Krippe in der Kindertagesstätte Otto-Oellerich-Straße bleiben geschlossen.
In den Kindertagesstätten Brakhahnstraße, Columbus Center, Dresdener Straße, Julius-Brecht-Straße, Otto-Oellerich-Straße, Robert-Blum-Straße, Spadener Straße, Stettiner Straße und Voßstraße kommt es zu Einschränkungen in der Betreuung.
Aufgerufen zum Warnstreik sind die Beschäftigten der folgenden Betriebe: Magistrat der Stadt Bremerhaven, bremenports GmbH & Co. KG, Klinikum Bremerhaven, den Bundeswehrdienststellen in der Marineoperationsschule Bremerhaven, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee (Standort Bremerhaven), Weser-Elbe Sparkasse, Alfred-Wegener-Institut Helmholz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung (Standort Bremerhaven), Entsorgungsbetriebe Bremerhaven, Stadthalle Bremerhaven GmbH, Bädergesellschaft Bremerhaven und der Zoo am Meer.
Die nächste Runde der Tarifverhandlungen findet am 22./23. Februar 2023 in Potsdam statt.
Am Mittwoch den 22. März kommt es erneut zu Warnstreiks. Betroffen sind die Kindertagesstätten an der Brakhahnstraße, im Columbus-Center, an der Dresdener Straße, Robert-Blum-Straße und Spadener Straße. Außerdem die Bürgerbüros, die Abteilung Migration und Einbürgerung, die Führerscheinstelle und das Bad 1 in Leherheide.
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Wie die Nordsee-Zeitung am 11. Februar berichtet, muss die Dachdeckerei Goldmann aus Wulsdorf nach über 115-jährigem Bestehen Insolvenz anmelden und zum monatsende schließen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Prof. Dr. Gerrit Hölzle bestellt. Die Dachdeckerei hatte nicht nur mit dem Weggang von Mitarbeitern zu kämpfen, sondern auch mit der schlechten Zahlungsmoral von Kunden. Am Schluss hatte der Inhaber versucht, einen Nachfolger zu finden, da er in den Ruhestand gehen wollte. Da dies aber nicht geglückt ist, ist eine Lösung für das Traditionsunternehmen nicht mehr möglich. Alle Beschäftigten haben bereits neue Arbeitsplätze.
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Bei den Bauarbeiten an den Eisenbahnbrücken Schlachthofstraße und Hexenbrücke kam es in der Nacht zu Donnerstag, den 24. Februar zu einem schweren Arbeitsunfall, an dessen Folgen ein 56 Jahre alter Bauarbeiter im Krankenhaus gestorben ist. Der Unfall ereignete sich gegen Mitternacht, als ein Kettenbagger rückwärts fuhr und den aus dem Harz stammenden Beschäftigten überrollte.
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Im März wird bekannt, dass das BLG AutoTerminal Bremerhaven seine Flächen in Bremerhaven erweitern will und zukünftig das MWB-Grundstück in der Barkhausenstraße von der MWB-Grundstücksverwaltungs-GmbH anmieten wird. Ab Juli soll die 60.000 Quadratmeter große Fläche mit zwei Schiffsliegeplätzen und bereits vorhandenen Kränen an einer 600 Meter langen Kaje angemietet werden. Laut des Unternehmens können in dem Bereich Großanlagen montiert und auseinandergebaut werden. Es soll an die direkt angrenzenden BLG-Flächen im südlichen Kaiserhafen angebunden werden und den Freihafen-Status erhalten. Durch die Anmietung des Geländes will die BLG den Umschlag erhöhen und mehr Dienstleistungen beim Umschlag von großen Fahrzeugen und anderen Schwergütern anbieten. Zur Ertüchtigung des Geländes sollen viele der alten MWB Gebäude abgerissen werden. Hiermit endet wieder ein Stück Werftgeschichte Bremerhavens.
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Am 11. Mai gibt das Bundeskartellamt das Vorhaben der Lürssen-Gruppe frei, sich mit 25% an der Lloyd Werft sowie an der zugehörigen Grundstücksgesellschaft zu beteiligen. Die bisherigen Gesellschafter der Lloyd Werft Bremerhaven, die Gustav Zech Stiftung sowie die Rönner-Gruppe, bleiben weiterhin beteiligt.
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Am 18. Juli berichten die Medien, das die von einer Baukrise betroffene „Steuler Fliesengruppe AG“ und somit auch der Bremerhavener Fliesenhersteller „Nordceram“ zahlungsunfähig sind. Von der Insolvenz sind 190 Beschäftigte im Werk und dem Lager im Fischereihafen betroffen. Nordceram, seit 2002 im Bremerhavener Fischereihafen tätig, zählt zu den größten Fliesenherstellern in Deutschland.
Durch die Krise, die unter anderem durch die gestiegenen Energiekosten, die gestiegenen Bauzinsen und das umstrittene Gebäudeenergiegesetz zustandegekommen sei, seien die Lager voll und der Verkauf dramatisch eingebrochen - die Umsätze hätten sich halbiert. Im Mai war bereits für die Belegschaft Kurzarbeit durchgeführt worden.
Steuler habe sich nun Wirtschaftsprüfer und Berater ins Haus geholt und am Amtsgericht Bremen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, mit dem Ziel, die Unternehmensgruppe in den nächsten Monaten neu zu strukturieren. Man zeigt sich optimistisch, das die Nachfrage bald wieder anzieht.
Am 10. August berichtet die Nordsee-Zeitung, dass sich der Vorstand der Steuler-Gruppe optimistisch zeigt, Investoren für das Unternehmen zu finden.
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Die Arbeitslosenquote beträgt in Bremerhaven im September 14,1%. Somit waren 8.661 Personen erwerbslos - das sind 265 weniger als im Vormonat und 483 mehr als im September 2022.
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Im Oktober kommt es während der seit fünf Monaten laufenden Tarifverhandlungen im bremischen und niedersächsischen Einzelhandel zu Warnstreiks. Am Montag, den 02. Oktober treffen sich die Streikenden aus 20 betroffenen Betrieben zu einer Streikkundgebung in Bremen. Aus Bremerhaven dabei, ca. 35 Ikea Mitarbeiter. In Bremerhaven traten ca. 20 Mitarbeiter der Modekette H&M für ihre Interessen ein.
Die Gewerkschaft ver.di hat einen „heißen Herbst“ eingeläutet, nachdem die letzten Verhandlungen im Mai stattfanden. „Wer Beschäftigte seit 5 Monaten mit einer Lohnerhöhung hinhält, darf sich nicht wundern, wenn auch an gut besuchten Brückentagen massiv gestreikt wird“, so ein ver.di Gewerkschaftssekretär. Ver.di fordert im Einzelhandel 2,50€ mehr Lohn und Gehalt pro Stunde und eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 250€. Im Groß- und Außenhandel fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte um 13%, mindestens aber 400€. Bis Ende Oktober sollen regelmäßig Streiks stattfinden. Der nächste ist für Freitag, den 06. Oktober angesetzt.