Historie der Arbeitergeschichte und der Arbeit in der Region Geschichte der Arbeiterbewegung in Bremerhaven

ab 2026

Arbeiter in einer Gießerei


2026

  • Im Januar kommt es im Tarifstreit zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder (TdL) für die Tarifbeschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder zu Warnstreiks. Die Gewerkschaften fordern eine Einkommenserhöhung von 7% mindestens aber 300€.
    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vertritt Angestellte von der Kita bis zur Hochschule und hat für Donnerstag, den 22. Januar, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Am Morgen versammeln sich Lehrer verschiedener Schulen vor der Schule am Ernst-Reuter-Platz und marschieren zum Gewerkschaftshaus.
    Die Gewerkschaft ver.di ruft am Freitag, den 23. Januar, zu einem Warnstreik auf. Beteiligt sind Beschäftigte der Elbe-Weser-Welten und der Lebenshilfe Bremerhaven.
     
  • Am 08. April ruft die Gewerkschaft ver.di alle Hafenarbeiter zu einer Demonstration für den Erhalt des Gesamthafenbetriebs im Lande Bremen unter dem Motto "Alle gemeinsam für den GHB!" auf. Der Druck des Arbeitgebers, der von einer drohenden Insolvenz spricht, bringt an diesem Mittwoch bis zu 500 Hafenarbeiter auf die Straße. Der Demonstrationszug beginnt um 14 Uhr am GHB-Gebäude in der Franziusstraße im Kaiserhafen und für über den Roten Sand zum Havenhostel, wo der Aufsichtsrat des GHBs tagt.

     
  • Im April liegt die Arbeitslosenquote in Bremerhaven bei 14,1%. Damit gibt es 8.857 Arbeitslosengeldempfänger.
     
  • Unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann Eure Profite" ruft in diesem Jahr der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zur Teilnahme an der 1. Mai Demonstration und Kundgebung in Bremerhaven auf. Vor dem Gewerkschaftshaus in der Hinrich-Schmalfeldt-Straße versammeln sich bis 10 Uhr hunderte Menschen um von dort aus über die Hafenstraße zum Theodor-Heus-Platz zu marschieren, wo um 11.00 Uhr die Kundgebung zum Tag der Arbeit beginnt. Bereits zum dritten mal in Folge findet die Veranstaltung an diesem Ort statt, da der Platz vor der Großen Kirche aufgrund des Abrisses des Karstadt Gebäudes weiterhin nicht zur Verfügung steht. Mit der Begrüßung eröffnen Sascha Kuntzmann, Vorsitzender des DGB Stadtverbands Bremerhaven, und Sinem Topcu, DGB Gewerkschaftssekretärin in Bremerhaven, die Veranstaltung. Als Hauptrednerin spricht Nicole Simons, stellvertretende Vorsitzende der IG BAU, zu den rund 1.000 Teilnehmern. Für die Migrantenvereine spricht danach Onur Kocaaga vom Kurdisch-Deutschen-Freundschaftsverein und für die ver.di Jugend Marvin Breier. Das anschließende, traditionelle Fest mit Kulturprogramm, Musik, Tanz und buntem kulinarischem Angebot aus vielen Kulturen bietet wieder Unterhaltung für die ganze Familie.
     
  • Am Donnerstag, den 28. Mai weiht die BLG AuoTerminal Bremerhaven ihr neues 60.000 m² großes Schwerlastterminal "Südhafen - Roter Sand" auf dem ehemaligen Werftgelände der Motorenwerke Bremerhaven (MWB) offiziell ein. Im Juli 2023 hatte die BLG das Gelände von der MWB gemietet und seitdem schrittweise in Betrieb genommen.
     
  • Im Zuge der Tarifauseinandersetzung zwischen der ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetrieb e.V. (ZDS) kommt es von Montag dem 17.08. mit Beginn der Nachtschicht bis zum Ende der Spätschicht am Dienstag den 18.08. zu einem 24-Stündigen Warnstreik in den deutschen Seehäfen. In Bremerhaven werden die Betriebe der BLG Auto Terminal, Eurogate Container Terminal, Eurogate SWOP Seaworthy Packing, Eurogate Technical Services, NTB, GHB und RRS RoRo Stevedors bestreikt. 
    Am Dienstag Morgen kommt es zu einer Kundgebung vor dem Gatehouse 1 im Überseehafen.  Hier treffen sich rund 500 Streikende, die sich um 7:30 uhr in Bewegung setzen und zum NTB-Terminal marschieren.

    Die ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die 11.000 Hafenarbeiter:innen in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhemshaven, Emden und Brake eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2%, mindestens jedoch um 2,50€/Stunde - bei einer Laufzeit von 12 Monaten. In der 2. Verhandlungsrunde am 06.08. haben die Arbeitgeber ein Angebot von unter anderem 5,1% sowie eine Urlaubsgelderhöhung von 300€ bei einer Laufzeit von 19 Monaten unterbreitet. Man sei damit "am Limit dessen, was im Rahmen dieser Lohnrunde möglich ist.", so die Arbeitgeber.

    Nach zwei weiteren Verhandlungstagen unterbreiten die Arbeitgeber am 25.08. ein neues Angebot, das unter anderem 5,1% bei einem Mindestbetrag von 1,20€/Stunde und eine Urlaubsgelderhöhung von 150€ bei einer Laufzeit von 18 Monaten beinhaltet. Die Arbeitgeber betonen, dass das Gesamtpaket "nicht mehr veränderbar" und "völlig ausgereizt" sei.

    Die Hafenarbeiter lehnen auch dieses Angebot ab, da für sie insbesondere die Laufzeit viel zu lang ist. Die ver.di ruft daher die Hafenarbeiter:innen erneut zu einem Warnstreik auf, diesmal für 48 Stunden. Von Mittwoch dem 02.09. mit Beginn der Nachtschicht bis zum Ende der Spätschicht am Freitag, den 04.09. ruht erneut in den Hafenbetrieben die Arbeit. Am Freitag versammeln sich 1.000 Hafenarbeiter zu einer Kundgebung auf dem Theodor-Heuss-Platz.